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24 Stundendienst 2013

Für zwei Samstage (22.6 und 6.7) war die Feuer- und Rettungswache Gronau fest in der Hand der Jugendfeuerwehr. Es gab endlich wieder einmal die Möglichkeit für alle Jugendfeuerwehrmitglieder hautnah zu erleben, wie sich eine 24 Stunden Schicht als Berufsfeuerwehrmann anfühlt.

Morgens um 7:15 Uhr begann der „Dienst“. Nach der Begrüßung durch den Wehrführer Marco van Schelve wurde erstmal ordentlich gefrühstückt, damit jeder genug Kraft für den Tag hat und dann wurde das Quartier (in diesem Falle der Schulungsraum) mit Feldbetten ausgestattet. Danach bildeten sich die Gruppen für die Fahrzeuge. Das TLF (Tanklöschfahrzeug) und LF16TS (Löschgruppenfahrzeug) waren für diesen Tag die Einsatzfahrzeuge der Jugendfeuerwehr.

Während des gesamten „Dienstes“ stand das Team der Jugendwarte den Jugendlichen zur Seite und gestaltete beide Tage mit eindrucksvollen Einsätzen.

Am ersten Tag hatte die Gruppe eine Ölspur zu bewältigen, die ein Traktor verursacht hatte. Bewaffnet mit Bindemittel (Sand), Besen und Schaufel rückten die Jugendlichen dem Stoff auf dem Leib und entsorgten diesen fachmännisch. Zwischenzeitlich unterstützten die Jugendlichen am Spendenlager die sortierenden Mütter und halfen Paletten zu packen, aber die Ruhe währte nicht lang. Vom Spendenlager aus wurden sie zu einem Brand auf einem Bauernhof gerufen. Dort hatte es in der Werkstatt gebrannt und es wurden Personen vermisst.
Gemeinsam stellten sie eine Wasserversorgung her und löschten das Feuer, während die anderen im Gebäude nach den vermissten Personen suchten und sie schließlich ins Freie brachten. Diese Übung war schon sehr realitätsnah und verlangte schon einiges ab. Die Gruppenführer, ebenfalls aus den Reihen der Jugendfeuerwehr, mussten schon ganz genau überlegen wie sie ihre Leute effektiv einsetzen.

Am späten Nachmittag hatte sich dann auch noch eine „Katze“ in einem Baum auf dem Nordenia Gelände verirrt. Da war schnelle Hilfe gefragt, da aufgrund des Sommerfestes viele Leute vor Ort waren, drohte die Katze noch höher in den Baum zu steigen. Aber auch trotz der vielen „Schaulustigen“ meisterten die Jugendlichen die Aufgabe bravourös und konnten die „Katze“ schließlich der glücklichen Besitzerin übergeben.

An der Wache wartete dann schon der Grill mit leckeren Würstchen auf die Jugendlichen. Anschließend standen ein paar Gruppenspiele auf dem Plan bevor es zum Drilandsee ging. Eine Person wurde vermisst, aber keiner wusste wo sie sich am See aufhält oder ob ihr gar was zugestoßen ist. Nach einer langen Suche, wurde diese Person schließlich in der Nähe des Spielplatzes gefunden.

Die Nacht blieb ruhig und am Sonntagmorgen um 6:30 Uhr war die Nacht vorbei. Nach einer Nachbesprechung konnten alle Jugendlichen dann um 7:30 Uhr nach Hause.

Der zweite Tag verlief ähnlich. Jedoch durften hier die Jugendlichen nach dem Frühstück die Taucherstaffel begleiten, die zwei in der Dinkel „entsorgten“ Zigarettenautomaten für die Polizei bergen sollten. Unterstützt wurden diese vom Wechsellader des Löschzuges Epe, der mit Hilfe des Kranes die schweren Automaten aus dem Wasser zog. Nachdem beide Automaten geborgen waren, ging  es noch zum Freibad nach Epe, dort hatten Unbekannte eine Parkbank und ein Straßenschild in die Dinkel geworfen. Diese wurden ebenfalls aus dem Wasser geborgen.

An der Wache zurück, wurde dann kurz verschnauft und das Nachtquartier eingerichtet. Dann ging es auch schon wieder los. Gemeldet wurde „Ölfilm auf dem Drilandsee“. Gemeinsam mit zwei Kollegen der Taucherstaffel, dem Gerätewagen Wasser samt Boot, fuhren die Jugendlichen raus. An der Feuerwehreinfahrt am zweiten See blockierte erstmal ein Fahrzeug durch falsche Parkweise die Zufahrt. Zum Glück war es nur eine Übung! Im Ernstfall hätte dieses falsch geparkte Fahrzeug zu erheblichen Verzögerungen geführt. Vor Ort erkundeten die beiden Gruppenführer die Lage und entschlossen sich eine Ölsperre zu errichten. Diese wurde aus einem mit Luft gefüllten Schlauch errichtet und mit dem Boot über das Wasser gezogen. Somit war eine Ausbreitung ausgeschlossen und der „Ölfilm“ konnte beseitigt werden.

In idyllischer Umgebung gab es am Bootsteg dann Pommes-Currywurst und Getränke für alle, das Wetter war einfach auf unserer Seite.

An der Wache zurück wurden dann zwei Einsatzfahrzeuge gewaschen und in gemeinsamer Runde Erfahrungen ausgetauscht. Schluss mit der Ruhe war es dann, als der Gong ertönte und ein Brand auf einem Bauernhof gemeldet war. In aller Eile ging es dann ins Lasterfeld. Dort hatte sich ein Misthaufen neben einer Werkstatt aufgrund der Hitze entzündet. Mit zwei C-Rohren und unter Atemschutz wurde das Feuer rasch gelöscht. Hier konnten die Jugendlichen ihre Fertigkeit im Umgang mit den Strahlrohren, dem Verteiler und den Schläuchen beweisen. Selbst unsere Neueinsteiger beherrschten schon die wichtigsten Handgriffe.

An der Wache wieder zurück, ging es dann nach einer Pause auch schon wieder los. Diesmal lautete das Stichwort „Betriebsunfall Spedition Hassels“. Es gab keine genauen Angaben und Aufgabe der Gruppenführer war hier auch erstmal rauszufinden was genau passiert war. Eine Person war beim Reinigen eines Silotanks in den selbigen gefallen und bewusstlos. Aufgrund der Ladung „Stickstoff“ war ein Einsatz nur unter Atemschutz möglich. Dieser Einsatz erforderte schon ein wenig mehr von den Gruppenführern ab und auch die eingesetzten Kräfte merkte man die Konzentration an. Langsam aber sicher wurden alle notwendigen Maßnahmen von den Gruppenführern und ihren Einsatzkräften selbstständig abgearbeitet.

Nach der Übung wurde gemeinsam mit den hauptamtlichen Kräften an der Feuer- und Rettungswache gegrillt. Bei herrlichstem Wetter wurden dann einige Partien Wikingerschach gespielt und am späteren Abend ging es gemeinschaftlich zum Feuerwerk des 10 jährigen Laga Jubiläums.

Die Nacht blieb ruhig und auch hier war am Sonntagmorgen um 6:30 Uhr die Nacht zu Ende.

Abschließend kann man sagen, dass es wieder zwei sehr schöne Tage waren und wir stolz sind auf unsere Jugend, die wieder mal so richtig gut mitgemacht hat.

Wir möchten uns ganz besonders bei Pascal Vlutters für die tolle Begleitung mit der Kamera sowie bei Jürgen Alies und Markus Pischel von der Taucherstaffel für die tolle Unterstützung mit dem Gerätewagen Wasser und dem Boot bedanken!

Bianca Roman 8.7.2013